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Südafrika genehmigt als erstes Land Blutersatz aus Rinderblut
Johannesburg (dpa) - Als weltweit erstes Land hat Südafrika den medizinischen Einsatz des Blutfarbstoffs Hämoglobin aus Rindern gebilligt. Er soll
nach Medienangaben von Mittwoch für frisch Operierte eingesetzt werden, die Blutersatz benötigen. Hämoglobin transportiert den lebenswichtigen Sauerstoff zu den einzelnen Körperteilen.
Die Genehmigung für das Hämoglobin-Produkt, das aus Blutkörperchen von Rindern gewonnen wird, hatte bereits am Montag das zuständige
Aufsichtsgremium erteilt. Das direkt in die Venen gespritze Hämoglobin soll mit allen Blutgruppen verträglich sein, kein vorheriges Testen erforderlich machen und eine zweijährige Lagerzeit haben.
Anders als Produkte aus Blutbanken soll es auch weniger anfällig für die Verseuchung mit dem Aids-Virus sein. Eine Übertragung des BSE-Erregers
durch das Rinderblut wird vom Hersteller ausgeschlossen.
Das vom US-Biotechnologiekonzern Biopure (Cambridge/Massachusetts) in 17-jähriger Forschungsarbeit entwickelte Präparat namens Hemopure wurde neun
Jahre in Kliniktests untersucht. Es soll noch in diesem Jahr in ausgewählten Krankenhäusern bei akut blutarmen, erwachsenen OP-Patienten zum Einsatz kommen. Offiziell ist die Vermarktung für 2002 geplant.
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