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Schenkelhalsbruch - jeder 17. Patient stirbt in der Klinik
MÜNCHEN
(sto). Fast sechs Prozent der alten Menschen, die eine Schenkelhalsfraktur erleiden, sterben in der Klinik, jeder zweite davon binnen zehn Tagen nach der Operation. Das hat eine statistische Auswertung im Bezirk Westfalen-Lippe ergeben, bei der Ergebnisse von mehr als 32 000 Patienten mit Schenkelhalsfrakturen analysiert wurden. Die Daten stammen aus 175 Krankenhäusern aus den Jahren 1993 bis 1999.
Mit der Untersuchung sollten prognostisch relevante Faktoren gefunden werden, die die Mortalität von Patienten mit operativ behandelten Schenkelhalsfrakturen beeinflussen, berichtete der Bochumer Unfallchirurg
Privatdozent Dr. Rüdiger Smektala beim 118. Chirurgen-Kongreß in München.
Das höchste Risiko, nach der Operation einer Schenkelhalsfraktur noch im Krankenhaus zu sterben, haben demnach ohnehin schwerkranke Patienten mit einem höheren perioperativen Risiko. Kardiovaskuläre,
thromboembolische, postoperative und pulmonale Komplikationen sowie tiefe Wundinfekte erhöhen ebenfalls das Risiko zu sterben.
So waren kardiovaskuläre Komplikationen in 59 Prozent und pulmonale Infekte in 40 Prozent mit einem letalen Verlauf assoziiert. Im Vergleich dazu war bei einem Alter über 85 Jahre oder bei Männern das Sterberisiko
nicht erhöht, berichtete Smektala.
Quelle: Aerzte Zeitung vom 7.05.01
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