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Mysteriöse Steine: Patienten nach Gallenstein-OP getäuscht
Hohenstrauß (dpa) Mehrere Gallenstein-Patienten sind von einer Klinik in der Oberpfalz über Jahre hinweg offenbar gezielt getäuscht worden. Nach
Angaben des Landkreises Neustadt an der Waldnaab sind etwa 40 Gallensteine von anderen Operationen im Kreiskrankenhaus Vohenstrauß aufbewahrt worden, um sie frisch operierten Patienten zu zeigen, bei denen keine
Steine gefunden wurden. Der Beutel mit den Gallensteinen sei mittlerweile sichergestellt worden, sagte Thomas Heizmann von der Krankenhaus-Werksleitung am Donnerstag. Der verantwortliche Chefarzt habe nach Angaben
Heizmanns zugegeben, dass es in der Vergangenheit derartige Fälle gegeben habe. Als Grund dafür habe er unzureichende technische Diagnosemöglichkeiten vor OP-Terminen angegeben. Die Patienten seien auf Gallensteine
fixiert gewesen, deshalb seien ihnen aus psychologischen Gründen Steine von anderen Patienten gezeigt worden. Ob diese Methode auch zur Vertuschung von Kunstfehlern benutzt worden sein könnte, wollte Heizmann nicht
beurteilen. Der Kreis habe den Chefarzt um eine schriftliche Stellungnahme gebeten. Daraufhin werde die Leitung der Klinik entsprechende personelle Konsequenzen ziehen. Ob der Fall auch strafrechtliche Konsequenzen
haben wird, ist nach Auskunft der Ermittlungsbehörden noch unklar. (pd) Quelle: Netdoktor.de
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