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Kreiskrankenhaus Bad Hersfeld GmbH
     - Zentral-OP -

           E I N A R B E I T U N G S K ON Z E P T              

               FÜR  DEN PFLEGEDIENST DER

Z E N T R A L E N  O P E R A T I O N S A B T E I L U N G

DES  KREISKRANKENHAUSES  BAD HERSFELD GmbH

 

OP-Leitung   :

Name des Mitarbeiters  : ___________________

Name der Bereichsleitung : ___________________
           (Praxisanleiter/in)
                         (Mentor)

Beginn der Einarbeitung : ___________________

 

Einführungsgespräch  : ___________________

1. Zwischengespräch  : ___________________   ( nach 4 Wochen)

2. Zwischengespräch  : ___________________   ( nach 12 Wochen)

Abschlußgespräch :    ___________________   ( nach 3 Monaten)

 

         INHALTSVERZEICHNIS


VORWORT
Anwendung und Gebrauch des Anleitungskonzeptes

II KENNENLERNEN DES NEUEN ARBEITSPLATZES    

III SELBSTÄNDIGES DURCHFÜHREN ALLER IN EINER OP-ABTEILUNG ANFALLENDEN
   TÄTIGKEITEN

   A Ausführen des Springerdienstes, unsterile Assistenz

   1. theoretisches Informationsvermittlung
   2. praktische Anleitung

   B Tätigkeiten der instrumentierenden Pflegekraft

   1. theoretische Grundlagen
   2. praktische Anleitung

   C Übergreifende Tätigkeiten

   D Übergreifende  Informationen

   E Geräteeinweisungen

IV PERSÖNLICHER OP-KATALOG

 

I  SINN, ANWENDUNG UND GEBRAUCH EINES  ANLEITUNGSKONZEPTES

Ein Einarbeitungskonzept stellt die Grundlage für die Einarbeitung neuer Mitarbeiter dar.
Es hat zum Ziel, die Fülle der Informationen, die dem neuen Mitarbeiter zu geben sind,
zu koordinieren.

Anhand der beigefügten Checklisten ist dann überprüfbar, welche Informationen von wem
gegeben worden sind, bzw. noch zu vermitteln sind. Nicht alle in der Checkliste aufgeführten
Tätigkeiten müssen dem neuen Mitarbeiter vermittelt bzw. gelehrt werden, entscheidend sind
seine Vorkenntnisse und seine Eigeninitiative.

Es ist jeweils zu überprüfen:

      • ob der Anzulernende die Tätigkeiten beherrscht
      • welche Kenntnisse vertieft, bzw. ergänzt werden müssen

Für die Einarbeitung neuer Mitarbeiter ist generell festzulegen:

    ¨ w e r ist zuständig für die Einarbeitung

    ¨ w e l c h e Z i e l e  sollen innerhalb w e l c h e n  Z e i t r a u m e s erreicht werden

    ¨ w a n n  sollen R ü c k m e l d u n g s g e s p r ä c h e (Feedback) mit dem

    ¨ neuen Mitarbeiter, seinem  Praxisanleiter (in) und der OP-Leitung erfolgen (Supervision).


Phasen der praktischen Anleitung in einer Operationsabteilung

I.   Phase :

      • Vermittlung theoretischer Grundlagen
      • Zuschauen bei mehreren Eingriffen
      • Vorbereiten der benötigten Operationsmaterialien
      • unsterile Assistenz (Springerdienst / SD)

II.  Phase :

      • Instrumentenlehre  / praktischer Einsatz in der Zentralsterilisation  (4 Wochen)
      • Lernen des Operationsverlaufes bei verschiedenen Eingriffen
      • Trockenübungen
      • Instrumentieren unter Anleitung

III. Phase :

      • selbständiges Instrumentieren (Instrumentierdienst / ID)
      • Komplikationen beherrschen
      • Eigenheiten der Operateure einprägen

Vor- Zwischen und Nachgespräche bzgl. der angelernten Tätigkeiten in einer ruhigen Atmosphäre
sind unerläßlich !

 

II   KENNENLERNEN DES NEUEN ARBEITSPLATZES

ZIELSETZUNG: Der neue Mitarbeiter soll innerhalb von 8 -12 Wochen seinen Arbeitsplatz und
die mit diesem in Verbindung stehenden anderen Arbeitsbereiche so gut kennen, daß er
Gesamtzusammenhänge erfassen und in seine Handlungen mit einbeziehen kann.

Organisatorische Hilfsmittel: Einarbeitungskonzept, Stellenbeschreibung, Ablaufpläne, Dienstplan Op-Dokumentationsbogen

INFORMATIONEN / TÄTIGKEITEN

erklärt am:

von wem:

Einschleusen in den OP-Bereich und Einweisung in die 3-Kammer-Schleuse

 

 

Vorstellen der Mitarbeiter des Zentral-OP und des Anästhesiedienstes

 

 

Vorstellen der Mitarbeiter des ärztlichen Dienstes

 

 

Vorstellen der Mitarbeiter des Reinigungsdienstes

 

 

Vorstellen der Stellenbeschreibung des Pflegedienstes im Operationsbereich

 

 

Vorstellen der einzelnen operativen Zentren und deren ihnen zugewiesenen Säle

 

 

Kompetenzen des Pflegedienstes im OP

 

 

Bauliche Struktur des Zentral-OP und der ihm angegliederten Zentralsterilisation

 

 

Prinzipien der OP-Saal -Einrichtung

 

 

Technische Einrichtung der einzelnen Op-Säle

 

 

Prinzipien der OP-Vorbereitungs-Einrichtung

 

 

Prinzipien der Sterilflureinrichtung

 

 

Prinzipien der Lager- und Geräteraumeinrichtung

 

 

Prinzipien der Nahtmaterialschrankeinrichtung

 

 

Prinzipien der Einrichtung von Hakenwagen im OP-Saal

 

 

Arbeitsablaufplanung in der Operationsabteilung

 

 

Patientenbezogenes Formularwesen

 

 

Erläuterung und Einweisung in die OP-Dokumentation

 

 

Materialbezogenes Formularwesen

 

 

Personalbezogenes Formularwesen

 

 

Bekanntmachen mit der Hygieneordnung des KrKhs

 

 

Bekanntmachen und Einweisung in den Hygieneplan des Zentral-OP

 

 

Ein- und Ausschleusen von Patienten nach Standard

 

 

Umgang mit Sterilgut

 

 

            
III SELBSTÄNDIGES DURCHFÜHREN ALLER IN EINER OPERATIONSABTEILUNG
   ANFALLENDEN TÄTIGKEITEN

ZIELSETZUNG: Der neue Mitarbeiter soll innerhalb eines seinen Fähigkeiten entsprechenden Zeitraumes
                       alle in einer Operationsabteilung anfallenden Tätigkeiten selbständig übernehmen können.

Organisatorische Hilfsmittel: Einarbeitungskonzept, Stellenbeschreibung, Op-Dokumentationsbogen,
Hygieneverordnung, Sterilisationsindikatoren, Arbeitsanweisungen, Standard-Richtlinien, Fachliteratur

A Ausführen des Springerdienstes (SD) / unsterile Assistenz bei Maßnahmen der Diagnostik und Therapie

1. Vermittlung theoretischer Kenntnisse (SD)

INFORMATIONEN / TÄTIGKEITEN

erklärt am:

von wem:

Grundlagen der Saalhygiene

 

 

Erkennen und Begründen des hygienischen und organisatorischen Ablaufes der Arbeitsweise in der Operationsabteilung

 

 

Erläuterung und Demonstration der Non-Touch-Technik

 

 

Hygieneaufgaben des Springerdienstes

 

 

allgemeine Entsorgungsmaßnahmen nach einer Operation (Nachbereitung des OP-Saales)

 

 

spezielle Entsorgungsmaßnahmen nach einer septischen Operation

 

 

Theorie über die verschiedenen Sterilisationsverfahren

 

 

Lagerbedingungen und Verfallzeiten von Sterilgut

 

 

Grundlagen der gebräuchlichsten Nahtmaterialien und deren Anwendung

 

 

Erläuterung der verschiedenen Nadelfadenkombinationen und deren Anwendung

 

 

Versorgung von histologischen Präparaten

 

 

Vorgehensweise bei SS-Diagnostik

 

 

 

2.  praktische Anleitung (SD)

INFORMATIONEN / TÄTIGKEITEN 

erklärt am:

von wem:

Wäsche, Siebe, Nahtmaterial u. a. benötigte Materialien für die anstehende OP indikationsgerecht und nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten vorbereiten

 

 

Helfen beim sterilen Ankleiden des ID / OP-Teams

 

 

Hilfestellung beim sterilen Beziehen des OP-Tisches durch den ID

 

 

Vorbereitete Materialien fach- und sachgerecht sowie nach sterilen Kautelen  dem ID anreichen

 

 

Spritzfreier Umgang mit (Spül-)Flüssigkeiten

 

 

Identitätskontrolle des Patienten

 

 

Operationsspezifische Lagerung des Patienten nach Standard

 

 

Patienten vorbereiten, Neutralelektrode nach Sicherheitscheck anlegen

 

 

Bereitstellung, Funktionskontrolle, Überwachung und Bedienung von med-technischen Geräten und Einheiten

 

 

Beachtung und Einhaltung des Türschlusses

 

 

laufende OP-Dokumentation sowie Fertigstellung und Kontrolle nach der OP

 

 

Zählkontrolle der verwendeten Verbandstoffe, Bauchtücher nach Standard

 

 

Zeitgerechte Bestellung des nachfolgenden Patienten

 

 

Instrumente sach- und fachgerecht entsorgen

 

 

Ergänzung verbrauchter Einmalartikel

 

 

Sorge tragen für Zwischendesinfektion und deren Überwachung  und Aufbereitung des OP-Saales

 

 

OP-Saal nach Beendigung des Programmes und Reinigung wieder aufrüsten

 

 

 

praktische Anleitung (SD)

INFORMATIONEN / TÄTIGKEITEN

erklärt am:

von wem:

Meldung erforderlicher Reparaturen an die OP-Leitung

 

 

fehlende Materialien, Sterilgut bestellen, bzw. Bestellung veranlassen

 

 

Aufbereitung /Entsorgung der kontaminierten Instrumente

 

 

           ”             ”            ”   sauberen Instrumente

 

 

Aufbereitung und Packen der LSK-Siebe

 

 

 

B Tätigkeiten des Instrumentierdienstes (ID) /  sterile Assistenz bei Maßnahmen
   der Diagnostik und Therapie

ZIELSETZUNG: Der neue Mitarbeiter soll innerhalb eines seinen Fähigkeiten entsprechenden Zeitraumes
                       alle in einer Operationsabteilung anfallenden Tätigkeiten selbständig übernehmen können.

Organisatorische Hilfsmittel: Einarbeitungskonzept, Stellenbeschreibung, Op-Dokumentationsbogen,
Hygieneverordnung, Sterilisationsindikatoren, Arbeitsanweisungen, Standard-Richtlinien, Fachliteratur

1.Vermittlung theoretischer Kenntnisse (ID)

vorgesehener Einsatz in folgender operativen Disziplin ....................................................

INFORMATIONEN / TÄTIGKEITEN 

erklärt am:

von wem:

4 -wöchiger Einsatz in der Zentralsterilisation    von .................. bis..................

 

 

Zusammensetzung und Inhalt der verschiedenen Instrumentensiebe/Wäschecontainer

 

 

Instrumentenkunde

 

 

Desinfektion des OP-Gebietes nach Standard

 

 

Vertiefung der Kenntnisse in Anatomie

 

 

OP-Ablauf der einzelnen Operationen erläutern

 

 

Spezialitäten der einzelnen operativen Disziplinen

 

 

Spezialitäten der einzelnen Operateure

 

 

Verhalten bei intraoperativen Komplikationen und Notfällen

 

 

 

 2. praktische Anleitung (ID)

INFORMATIONEN / TÄTIGKEITEN

erklärt am:

von wem:

Trockenübungen: Anziehen des OP-Kittels und der OP-Handschuhe unter sterilen Kautelen

 

 

Trockenübungen: Instrumentiertisch beziehen,

 

 

Trockenübungen: sterile Patientenabdeckung

 

 

steriles Instrumentarium indikationsgerecht und unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zur OP vorbereiten

 

 

Annahme steriler Materialien unter Berücksichtigung der Non-Touch-Technik

 

 

Mithilfe bei der sterilen Patientenabdeckung

 

 

situationsgerechtes Instrumentieren - in BEGLEITUNG

 

 

OP-Verlauf verfolgen und flexibel reagieren

 

 

Zählkontrolle der Instrumente und Verbandstoffe

 

 

auf die Einhaltung der Hygiene- und Sterilitätsregeln achten

 

 

Organisation von Positions-, Handschuh-, Kittel-, Tücher-, Instrumenten- und Tischwechsel

 

 

sach- und fachgerechtes Instrumentieren während und nach Schmutzphasen

 

 

für Ruhe im OP-Saal sorgen

 

 

dafür Sorge tragen, daß der nächste Patient rechtzeitig bestellt wird

 

 

OP-Dokumentationsbogen nach der Op kontrollieren und ggf.. vervollständigen

 

 

 

C  Übergreifende Tätigkeiten

ZIELSETZUNG: Der neue Mitarbeiter soll innerhalb eines seinen Fähigkeiten entsprechenden Zeitraumes
                       alle in einer Operationsabteilung anfallenden Tätigkeiten selbständig übernehmen können.

Organisatorische Hilfsmittel: Einarbeitungskonzept, Stellenbeschreibung, Op-Dokumentationsbogen,
Hygieneverordnung, Sterilisationsindikatoren, Arbeitsanweisungen, Standardrichtlinien, Fachliteratur

INFORMATIONEN / TÄTIGKEITEN

erklärt am:

von wem:

Histologie-Präparate sach- und fachgerecht versorgen und für den Versand fertigstellen

 

 

Tragen, bzw. Umgang mit Rö-plaketten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

D  Übergreifende Informationen

ZIELSETZUNG:

Organisatorische Hilfsmittel: Einarbeitungskonzept,  Dienstplan, Katastrophenschutzplan,
Gesetzesvorschriften, Fachliteratur

INFORMATIONEN

erklärt am:

von wem:

Einweisung in die Unfallverhütungsvorschriften

 

 

Umgang mit gefährlichen Stoffen; besonders Desinfektionsmittel, Formaldehyd

 

 

Mutterschutzbestimmungen

 

 

Verhalten im Brand- oder Katastrophenfall

 

 

Management bei Notfalleingriffen (Notsectio/Polytrauma)

 

 

Prinzipien der Bereitschaftsdienstplanung

 

 

Tätigkeitsbezogene Rechtsvorschriften

 

 

Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung

 

 

Hinweise auf Fachliteratur

 

 

 

E  Geräteeinweisungen

ZIELSETZUNG: Der MA soll den Umgang mit den vorhandenen medizin-technischen Geräten sicher
                           beherrschen

Organisatorische Hilfsmittel: Einarbeitungskonzept,  Med-GV, Gerätebücher, Bedienungsanleitung
der jeweiligen Gerätschaften

Geräteeinweisung

eingewiesen am:

von wem:

Maquet-Patientenschleuse

 

 

Maquet-Op-Tisch, Extensionstisch

 

 

OP-Lampe ,Op-Saugung, Druckluftanschlüsse

 

 

Hochfrequenzchirurgiegerät mit Kaltlichtgerät

 

 

CUSA

 

 

Durchleuchtungsgerät SIREMOBIL N

 

 

SIREMOBIL 2000

 

 

PHILIPS

 

 

Laparoskopieturm Allg-Chir-Klinik

 

 

         “”                  Gyn-Klinik

 

 

Arthroskopieturm Traumatologie/Orthopädie

 

 

Augenklinik

 

 

Dampfsterilisator ”Blitz”

 

 

Defibrillator

 

 

O2-Applikation über Maske mittels Sauerstoffanschluß des Narkosegerätes

 

 

 

V  Persönlicher  OP-Katalog

 

Operative Disziplin: ........................................   

Instrumentierte Operation

unter Anleitung (A):

selbständig (S):

Datum:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Autor:
Wolfgang Reim
stv.ltd. OP-Fachkrankenpfleger
- Zentral-OP -
Kreiskrankenhaus Bad Hersfeld GmbH
Seilerweg 29
36251 Bad Hersfeld
wjmma@t-online.de

 

zum Bericht über die theoretischen Grundlagen (hier klicken)

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